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Die Hämochromatose - ein Überblick

Die Hämochromatose ist eine erbliche Erkrankung, die mit einer abnormalen Aufnahme von Eisen aus der Nahrung (im oberen Dünndarm) einhergeht. Das Eisen wird besonders in einzelnen Organen abgelagert und führt dort zu schweren Zellschäden. Hierbei handelt es sich um einen langsamen Prozeß. Symptome wie ein schwerer Leber- oder Herzschaden (Leberzirrhose, Kardiomyopathie, Herzrhythmusstörungen), Bronzefärbung der Haut, Gelenkbeschwerden, Impotenz, chronische Müdigkeit oder eine Zerstörung der Bauchspeicheldrüse (Diabetes) treten daher meistens erst im Erwachsenenalter auf.

Das größte Problem war bislang, die Hämochromatose rechtzeitig zu erkennen. Richtungsweisende Laborwerte werden meistens erst beobachtet, wenn bleibende Schäden vorliegen und dann ist nicht selten eine Lebertransplantation notwendig. Eine frühe Diagnose ist um so wichtiger, als sich die Hämochromatose durch regelmäßige Aderlässe ausgezeichnet behandeln läßt. Die Lebenserwartung ist unter diesen Umständen vollkommen normal, denn durch jährlich etwa 4-12 Aderlässe lassen sich Organschäden dauerhaft verhindern.

    
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